- Das Baudepartement plant, erstellt und unterhält Bauten im Hoch- und Mittelschulbereich, Spitalbauten, Kulturbauten, Bauten für den Massnahmenvollzug im Justizbereich sowie sämtliche kantonalen Gebäude für die Verwaltung. Das Gleiche gilt für das National- und Kantonsstrassennetz, dem Rückgrat für die flächendeckende Erschliessung des Kantons. In den vergangenen Jahren hat das Baudepartement jährlich im Hoch,- Strassen- und Wasserbau Aufträge von rund 150 Mio. Fr. vergeben. Damit ist der Kanton St.Gallen eine wichtige Stütze für die regionale Bauwirtschaft.
- Die kantonalen Bauten sind – zusammen mit den privaten Bauvorhaben – in eine nachhaltige Raumordnung einzubinden. Nur so kann das knappe Gut "Boden" zielgerichtet genutzt werden. Entsprechend wichtig sind solide Raumkonzepte. Das Raumkonzept Schweiz enthält Strategien zur zukünftigen räumlichen Entwicklung unseres Landes. Es zeigt auf, welchen Weg wir einschlagen müssen, wenn wir künftigen Generationen intakte und gut funktionierende Lebens- und Wirtschaftsräume hinterlassen wollen. Darauf abgestimmt wird nun auch das St.Galler Raumkonzept erstellt.
- Mit der nachhaltigen räumlichen Entwicklung des Kantons befasst sich unter anderem auch das Baugesetz, das momentan total revidiert wird. Der Entwurf der Botschaft für die Vernehmlassung liegt im Baudepartement vor, den interessierten und betroffenen Kreisen werden die entsprechenden Dokumente im ersten Quartal 2012 zur Vernehmlassung zugestellt. Das neue Baugesetz stoppt die Zersiedlung, baut Bürokratie ab und verbessert den Schutz von Natur und Heimat.
- Ebenfalls ins Kapitel der räumlichen Entwicklung fallen die fünf Agglomerationsprogramme des Kantons St.Gallen. Heute wird der überwiegende Teil des Bruttosozialprodukts in Agglomerationen erarbeitet. Allerdings gefährden Verkehrsprobleme die Produktivität in den Agglomerationen massiv. Der Bundesrat hat den Handlungsbedarf erkannt und initiierte darum die Agglomerationsprogramme "Siedlung und Verkehr". Dieses Planungs- und Finanzierungsinstrument (Infrastrukturfonds) soll den Agglomerationen helfen, ihre dringendsten Verkehrs- und Urbanisierungsprobleme zu lösen. Der Kanton St.Gallen hat für seine Agglomerationsprogramme bereits Gelder vom Bund gesprochen bekommen und ist sich sicher, dass dies auch bei der zweiten Generation der eingereichten Programme der Fall sein wird.
- Zunehmende Bedeutung misst der Kanton St.Gallen dem wirksamen Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren bei. Die vom Baudepartement erstellten Naturgefahrenkarten geben wesentliche Aufschlüsse zum Gefahrenpotential auf dem kantonalen Siedlungsgebiet. Die interessierten Personen können die Gefahrenkarten unter www.geoportal.ch runterladen.
- Im Energiebereich warten nach Fukushima grosse und wichtige Herausforderungen auf den Kanton St.Gallen. Der Kanton St.Gallen ist mit seinem Energiekonzept auch nach dem bundesrätlichen Entscheid zum schrittweisen Atomausstieg auf Kurs – im Bereich der Stromeffizienz werden aber Anpassungen notwendig sein.
- Ein Meilenstein, der auf die kantonale Energiefachstelle wartet, ist der Start der Energieagentur St.Gallen. Diese bietet die Chance, die energiepolitischen Aktivitäten des Kantons mit jenen von Gemeinden und anderen wichtigen Akteuren zu bündeln. Die Energieagentur schafft für Private, die Wirtschaft und die Gemeinden einen einfachen Zugang zu umfassenden Angeboten, insbesondere im Bereich Energieberatung und -förderung. Im Verlauf dieses Jahres soll die Energieagentur den Betrieb aufnehmen. Wo dies sein wird, ist momentan in Abklärung.
Es ist die herausfordernde und faszinierende Aufgabe des Baudepartementes, all diese Bedürfnisse zu koordinieren und dabei das Erhaltenswerte und das Neue nachhaltig miteinander in Einklang zu bringen!
Unter den nachfolgenden Begriffen finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Tätigkeitsfeldern des Baudepartements